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Projekte

War. Ist. Wird. Hier stellen wir unsere bereits gespielten, momentan laufenden und noch geplanten Projekte vor. Sofern es dazu Bild- oder Videomaterial gibt, finden Sie die dazugehörigen Galerien unterhalb der Projektvorstellung.
Zur Ansicht von Projektskizzen und Inszenierungskonzepten benötigen Sie den (kostenlosen) Adobe Reader.


Andorra / Geschlossene Gesellschaft / Jahrmarkt der Sünden / Menschliche Anker / Totentanz

 
 

Andorra Theaterstück von Max Frisch
Eine Inszenierung der studentischen Theatergruppe 'essenz@lizenz'

Du bist nicht feige, wenn du es annimmst, ein Jud zu sein. Im Gegenteil.
Wenn du sein willst wie alle Andorraner, dann bist du feige…
(Max Frisch, Andorra)

foto_andorra Andri lebt in Andorra und möchte Tischler werden. Doch von seinen Mitbürgern werden ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt. Gleichgültig, ob es um Hobby, Beruf, Liebe, Zukunft oder Leidenschaft geht… Alle verachten ihn. Weil er Jude ist. Aber ist er das wirklich? Und wenn nicht, würde es die anderen interessieren und in ihrer Meinung von ihm umstimmen?

Jeder Mensch hat Vorurteile, und das muss nicht immer schlecht sein. Aber sollte man jemanden nicht zuerst einmal kennenlernen, bevor man ihn beurteilt? Und wäre es nicht möglich, seine Meinung über eine Person zu überdenken?

Zu diesen und anderen Fragen wurden Wokshops erarbeitet, die Berliner Schulen angeboten werden. Gemeinsam mit jungen Menschen wird an eigenen biografischen Erfahrungen angeknüpft und zu den Themen Selbst- und Fremdbild, Unterschiedlichkeit und Akzeptanz gearbeitet.

Sie denken, das Thema sei uninteressant und überholt? Oder Theater sei langweilig?
Dann fragen sie sich doch einmal, ob Sie da nicht vielleicht auch ein paar Vorurteile mit sich herumtragen…

Projekttage:
Dezember 2010
an Berliner Schulen

Premiere:
6. Dezember 2010
Ev. Hochschule Berlin
Besetzung:
Andri: Matze Hilger
Barblin/Senora: Laura Thurow
Lehrer/Pater: Daniel Kloss
Soldat/Tischler: Otto Dieners-Konerth
Doktor/Geselle: Juliane Schilling
Wirt/Mutter: Maria Depner
Spielleitung: Norman Schaefer
Assistenz: Josephine Ibe
Galerien:
Werbeflyer (1 Bild)
Proben (14 Bilder)
Aufführungen (8 Bilder)

Projektskizze:
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Geschlossene Gesellschaft Theaterstück von Jean-Paul Sartre

Nur Taten entscheiden über das, was man gewollt hat.
(Jean-Paul Sartre, Geschlossene Gesellschaft)

foto_gesellschaft Die reiche Estelle, die Postangestellte Inés und der Journalist Garcin finden sich nach ihrem Tod in einem verschlossenen Raum der Hölle wieder. Außer einem zwielichtigen Kellner lässt sich niemand blicken, vor allem nicht die befürchteten Folterknechte.

Sehr bald entdecken sie, dass sie zu ihren eigenen Henkern bestimmt sind, indem sie sich gegenseitig ihre Lebenslügen entreißen. Ein kurzes Aufflackern von Solidarität erlischt unter der Angst und dem gegenseitigen Hass. Dabei überlagern sich allgemein menschliche mit erotischen Motivationen, so wenn sich Inés eindeutig Estelle nähert, die jedoch Garcin für sich gewinnen will, der wiederum für seine Selbstreflexion auf die Intelligenz und Anerkennung Inés' angewiesen ist.

Völlig sinnlos dreht sich das Karussell gegenseitiger Erniedrigung und eigener Verzweiflung, so dass Verbindungen zwischen den Menschen sehr schnell wieder zerbrechen, da jeder zu sehr mit sich beschäftigt ist und die anderen nur zur Stärkung der eigenen Position und zur Selbstbestätigung benötigt.


Premiere: 18. Januar 2008
Theater Zerbrochene Fenster
Besetzung:
Inés: Sandy Pistol
Estelle: Anja Wagner
Garcin: Fabian Ranglack
Spielleitung: Norman Schaefer
Assistenz: Josephine Ibe
Maske/Kostüm: Julia Thimm
Galerien:
Pressefotos (6 Bilder)
 

Jahrmarkt der Sünden Eine Interaktive Performance

Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.
(Erich Kästner)

Jahrmarkt der Sünden Hereinspaziert und mitgemacht!

Auf unserem Jahrmarkt entdecken Sie die erstaunlichsten menschlichen Exponate - eines schlimmer, böser, faszinierender als das andere. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, Ihnen die eitelsten, gierigsten, wollüstigsten, zornigsten, maßlosesten, neidischsten und faulsten Exemplare der Menscheit zeigen zu können. Aber passen Sie auf: Sie sind ihnen ähnlicher als Sie glauben…

Bekennen Sie sich! Sie sind schlecht!

Sündigen Sie!

Premiere: vsl. Sommer 2011 Konzeption/Spielleitung: Norman Schaefer, Josephine Ibe  
 

Menschliche Anker Eine Performance zwischen Poesiealben und Abschiedsbriefen

Theaterstücke bestehen im wesentlichen aus Liebe, Wahnsinn, Tod.
(Gustav Seibt)

Aus Poesiealben springen uns Freundschafts- und Liebesbekundungen, Lebensweisheiten und -ratschläge entgegen: von naiv und fröhlich bis ernsthaft und lehrreich.

Mit allen Sprüchen verbinden wir noch Jahre später starke Emotionen, die uns an eine (rückbetrachtet) sorgenfreie, leichte und spielerische Kindheit erinnern, nach der wir uns immer wieder sehnen: Freundschaft, Liebe, Wärme. Diese Sehnsucht nach "menschlichen Ankern" ist wohl auch deshalb in vielen Abschiedsbriefen von Selbstmördern zu finden.

Mit einer Mischung aus persönlichen Erinnerungen, Spielszenen und Briefmaterial werden wir uns diesem Zusammenhang nähern. Es wird gespielt, gesprochen, rezitiert, gefragt, geantwortet, geschwiegen, gehasst, geliebt, umarmt und geblutet.


Aufführung: 01. Februar 2007
100°-Berlin-Festival / sophiensæle
Von und mit:
Sascha Förster, Norman Schaefer
  Galerien:
Werbeflyer (2 Bilder)
Vorstellung (28 Bilder)
 

Totentanz Motette von Hugo Distler

Non mortem timemus, sed cogitationem mortis.
Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung des Todes.
(Seneca)

Totentanz

Der Totentanz als Darstellung der Gewalt des Todes über das Leben kam im 14. Jahrhundert - der Zeit der Pest - zunächst in Bildern, später auch in der Literatur, Musik und Filmen auf.

Hugo Distlers vierstimmige Komposition von 14 Choralstücken schwebt im Raum, stellt Fragen, weckt Gefühle. Seine Musik regt an, sich mit dem eigenen Sterben und dem der Anderen auseinanderzu-setzen.

Unterstützend wirken die Dialoge von Johannes Klöcking, die Gespräche des Todes mit den Menschen widergeben, die er von der Erde holt. Der Tod hier ist nicht Stellvertreter des Bösen, sondern Gesandter von Gott. Er holt den Kaiser ebenso wie den Bischof, den Kaufmann ebenso wie den Arzt, den Greis ebenso wie das Wiegenkind, und sie alle werden erst von Gott gerichtet.

Die Inszenierung mit dem Chor des kirchenmusikalischen C-Seminars von Matthias Bender und den Mitgliedern der Gruppe 'die lizenz' will die Theatralität, die durch das darstellende Spiel der Dialoge gegeben wäre, auf ein Minimum reduzieren. Die Dialoge werden nicht gespielt, sondern nur gesprochen und verbinden sich so noch mehr mit den Chorälen. Musikalische Zwischenspiele eines Saxophons werden von Friedemann Graef gegeben.


Aufführung: 31. Januar 2009
Luthergemeinde Berlin-Spandau
Chor
(Ltg. Matthias Bender):

Kirchenmusikalisches C-Seminar der UdK Berlin
Saxophon:
Friedemann Graef
Sprecher
(Ltg. Norman Schaefer):

Matthias Bender, Niko Bender, Evelyn Gläser, Janina Michael, Jochen Schaefer, Norman Schaefer, Karl Schütt
 
 
 

 
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